Donnerstag, 12. Februar 2026

24330-24339

›welt ir von ir belîben frô

und ir genâde vinden,

sô muoz man vür die hinden,

die der künic hât gejaget,

ir bringe z’opfer eine maget,

diu lûter unde reine sî:

wan diu götinne wandels vrî

stæt unde kiusche minnet ie.

dâ von wil si ze suone hie

niht anders, denne ein megetîn.


›Wenn sie euch nicht länger eure Freude nehmen soll und ihr bei ihr Gnade finden wollt, dann muss im Gegenzug für die Hirschkuh, die der König erjagt hat, eine junge Frau als Opfer dargebracht werden, die rein und makellos ist, denn die tugendhafte Göttin liebte und liebt Beständigkeit und Keuschheut. Deshalb muss eine junge Frau die Buße sein, eine andere Möglichkeit gibt es hier nicht.

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